Spezialgebiet: Arbeitsrecht

 

Das Arbeitsrecht ist eine Spezialmaterie, welche als Grundlage den Schutz des vermeintlich schwächeren Arbeitnehmers gegenüber dem Arbeitgeber zum Gegenstand hat. Im Arbeitsgerichtsprozess ist es noch immer Standard, dass ein Laienrichter der Arbeitgeberseite und einer der Arbeitnehmerseite für Ausgeglichenheit und Einbringung von Praxiswissen sorgen sollen. Soweit sollte es aber im besten Fall gar nicht kommen, denn durch das richtige Vertragswerk lassen sich Streitigkeiten oft von Anfang an vermeiden. Wir beraten seit Jahrzehnten Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Die Kenntnis beider Seiten ist ein entscheidender Vorteil.

 

Auch die Stellung des österreichischen Dienstgebers im internationalen Konzern erfordert Kenntnis über grenzüberschreitende Unternehmensstrukturen, ergänzt um den Einblick in arbeitsrechtliche Grundlagen anderer Staaten. Die klare und deutliche Kommunikation der Unterschiede verschiedener Rechtsordnungen steht dabei im Vordergrund. Konzernvorgaben müssen in Einklang mit nationalem Recht gebracht werden.

 

  • VERTRAGSGESTALTUNG

 

Die Ausgestaltung von Arbeitsverträgen, sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch, ist die wichtigste Grundlage für ein geregeltes Arbeitsverhältnis. Dadurch lassen sich zum einen Streitigkeiten vermeiden, aber auch Vorteile für beide Seiten gewinnen. Zwar sind zahlreiche Regelungen des Arbeitsrechts einseitig zwingend, das heißt zu Lasten des Arbeitnehmers dürfen sie nicht abgeändert werden. Es gibt aber dennoch Regelungsspielraum, den man für sich nutzen kann. Denn ist etwas nicht geregelt, gilt jedenfalls das Gesetz.

 

  • RESTRUKTURIERUNGEN

 

Kommt es zur Notwendigkeit von Restrukturierungsmaßnahmen steht der Abbau von Arbeitskräften oft im Vordergrund. Derartige Maßnahmen sind mit Bedacht zu planen und die zahlreichen daran anknüpfenden Konsequenzen zu beachten. Dazu zählt unter anderem die Notwendigkeit eine Betriebsvereinbarung über einen Sozialplan abzuschließen, aber auch die Meldung nach § 45a Arbeitsmarkförderungsgesetz. Nicht zuletzt möchte man im Rahmen von Restrukturierungen auch nachfolgende Gerichtsprozesse vermeiden.

 

  • BETRIEBSVEREINBARUNGEN

 

In Betrieben mit einem Betriebsrat ist die Erstellung, aber auch Aktualisierung von Betriebsvereinbarungen essentiell. Aufgrund des komplexen Konstrukts des österreichischen Kollektivarbeitsrechts müssen Betriebsvereinbarungen sorgsam abgeschlossen werden und einem Arbeitgeber steht mit dem Betriebsrat mitunter ein harter Verhandlungspartner gegenüber.

 

  • KÜNDIGUNGSVERFAHREN

 

Zwar gilt in Österreich der Grundsatz, dass man für Kündigungen keinen Grund benötigt. Insbesondere die Regelungen der §§ 105f ArbVG laufen aber auf einen in der Praxis häufig (vermeintlich) bestehenden Kündigungsschutz hinaus. Kündigungsverfahren sowohl auf Dienstnehmer– als auch auf Dienstgeberseite zählen zu den von uns am häufigsten geführten Verfahren.

 

  • STREITIGKEITEN VOR DEM ARBEITSGERICHT

 

Arbeitsrechtliche Auseinandersetzungen können viele Gründe haben. Die Regelungen des arbeitsgerichtlichen Prozesses weichen in wesentlichen Punkten vom gewöhnlichen Zivilprozess ab. Klassische Streitigkeiten, wie die Einforderung von Gehaltsansprüchen, bilden ebenso die Grundlage von Auseinandersetzungen wie (rechtswidrige) Versetzungen, die Notwendigkeit geschützte Personen zu kündigen oder zu entlassen oder die Zustimmung des Betriebsrats zu Betriebsvereinbarungen zu ersetzen. Bei all diesen Themen beraten wir unsere Klienten vor einem Verfahren, vertreten vor Gericht und unterstützen bei der Durchsetzung von gerichtlichen Entscheidungen.

 

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